Herbstnebel ……
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Dichter Nebel lag über den Wäldern rund um den Brocken.
Die letzten roten und goldenen Blätter tanzten im Wind
über des kleinen Ortes Hohnstein.
Vor dem Cafe,
“ Hexenkessel „
standen Kürbisse und Heidekraut,
und aus dem Schornstein
stieg ein dünner Rauchfaden
in den grauen Himmel.
Rolf Winter saß an seinem Stammtisch am Fenster.
Vor ihm stand sein Hexenbecher Kaffee.
Wie fast jeden Tag öffnte er seinen Laptop
und warf einen Blick auf seiner Website.
“ Sieh an,“ murmelte er lächelnd.
“ Besucher Weltweit“.
Die Kellnerin Gisela eine gute Bekannte stellte ihm
ein Stück frischen Apfelkuchen auf den Tisch.
“ Von mir aus darfst du berühmt werden Rolf.“
In meinem Alter?“ lachte Rolf.
Ja du schreibst wunderbare Geschichten.
Rolf lächelte nur
und meinte dazu:
Ja sogar die Brockenhexe ,
würde mir zuhören beim Erzählen.
In diesem Moment öffnete sich die Tür.
Ein lauter Windstoß fuhr durch das Cafe.
Eine Frau trat ein,
stellte den Regenschirm in den Schirmständer
und sah sich suchend um.
Rolf blickte nur kurz auf.
Doch plötzlich hielt er inne,“
Die Frau kam ihm bekannt vor.
Sehr bekannt.
Sie mochte Ende Sechzig sein,
hatte graues Haar und freundliche Augen.
Langsam ging sie auf einem Tisch zu.
“ Entschuldigung,“
sagte sie vorsichtig.
“ Sind sie nicht Rolf Winter?“
Rolf nickte.
Dann hab ich dich also gefunden,“
Die Frau lächelte.
“ Vor vielen Jahren „
Damals auf einem Fischereischiff in Rostock
ich war euere Bedienung
auf der “ Willi Bredel. „
Rolf starte sie einige Sekunden an.
Plötzlich viel es ihm wie Schuppen vor den Augen.
“ Meike „
Für einen Moment war es still.
Draußen trommelte der Regen gegen die Fenster.
Fast Fünfzig Jahre waren vergangen.
Fünfzig Jahre,
in denen jeder sein eigenes Leben gelebt hatte.
Und nun saßen sie plötzlich wieder voreinander,
als hätte der Herbstwind
die Vergangenheit zurück gebracht.
Gisela beobachtete die Szene
von der Theke aus und grinste.
“ Das wird intressant,“
murmelte sie.
DS.07.11. 2026
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