Der Sommer, in dem der Wind sprach …….
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Der Morgen roch nach heißen Sand,
und über der kleinen Stadt Red Creek hing
schon dieser flierrende Schleier,
der Cowboys müde macht und Pferde unruhig.
Am Brunnen stand Cole Maddox ein
schweigsamer Reiter mit sonnengegerbten Gesicht.
Er war keiner von denen,
die Geschichten erzählten,
die Geschichten fanden ihn selbst.
An diesem Tag
kam eine Frau den staubigen Weg geritten.
Cole sah sie an und dachte,
dass sie nicht in diese Welt
aus Staub und Hitze gehörte.
Sie lächelte trotztem,
als hätte sie den ganzen Sommer
in Sattel verbracht.
Der Wind hat mir gesagt,
ich soll hier her,
sagte sie.
Cole nickte nur.
Der Wind sprach oft mit Menschen
die zuhören konnten.
Am Nachmittag ritten sie hinaus in die weite Ebene.
Die Sonne stand tief,
die Gräser raschelten wie alte Geschichten,
und irgendwo sang ein Kojote sein einsames Lied.
Lila erzählte von fernen Küsten,
von Salziger Luft und Möwen,
und Cole hörte zu,
als würde jeder Satz ein Tropfen Wasser
in der Wüste sein.
Als die Nacht kam,
legte sich ein silberner Mond
über die Prärie.
Cole sah zu Lila hinüber
und sagte leise.
Manchmal findet einen der richtige Sommer,
auch wenn man ihn nicht sucht.
Sie lächelte.
Und in diesen Moment
war die ganze weite Welt still –
nur der Wind strich über die Ebene,
als würde er die beiden segnen.
DS.22.09.2026