Wenn die Berge zuhören ……..
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Der Abend legte sich über das Tal,
so still,
dass man fast hörte,
wie die Berge atmen.
Auf einen Balkon in der Dämmerung
saß Ulrike mit einem Glas Rotwein
und las seine letzte Nachricht.
“ Ich wünsche,
du wärst hier.
Sie strich mit Daumen über Handy,
als könnte sie die Worte wärmer machen.
Unten im Dorf läuteten die Kirchklocken,
laut,
wie ein Herz,
das nicht weiß,
ob es weiter klopfen soll.
Sie wollte antworten.
Wirklich.
Aber manchmal ist das Schweigen der einzige Ort,
an dem man seine Gefühle sortieren kann.
Der Wind kam kühl von Berg herunter
brachte den Duft von Heu mit sich.
Sie schloss die Augen und flüsterte leise in die Nacht:
“ Ich vermisse dich auch.“
Die Berge hörten es.
Er nicht.
DS.06.06.2026