Sonja

 

es war unsere zeit

und zu dieser

hatte ich kein auto

um von süden

nach norden zu kommen

das war mir nur

mit den zug möglich

es hatte auch

seine guten seiten

 

öfters machte ich

in die hauptstadt  zwischenhalt

fuhr später dann

nach einer guten mahlzeit

der mitopa weiter

eilig hatte es es nicht

nach bramo zu kommen

 

doch dieses mal

war alles anders

ich traf auf ein

junges fräulein

in mein alter

oder ein zwei jahre jünger

war sie wohl

wir hatten uns

bein ersten blick

sympatisch gefunden

sie musste

wie ich auch

nach norden

so nahm ich sie mir an

sie willigte ein

 

ich bin die sonja

stellte sie sich mir vor

 ich bin der martin

sie sah gut aus

die sonja

ein junger mann

wie ich

lässt sie nicht einfach stehen 

und geht  seines weg

mit ihr

hatte ich

auch eine gute zeit

sie war da für mich

 

doch sie  hielt sich

aber nicht an regeln

nahm mich nicht

ernst genug

auch für fremde männer

war sie steht’s zu haben

so mussten wir uns trennen

gesehen habe ich sie

danach nie wieder

schade


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Veröffentlicht25. August 2020 von Dieter Schönefeld in Kategorie "Gesellschaftskritische Lyrik

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