Herbstliche Wald – Ruhe ……
Views: 0
Der Herbst ist in den Wald eingezogen.
Seine Farben leuchten nicht aufdringlich,
sondern ruhig zwischen den Stämmen der alten Bäume.
Kupfern rote und braune Blätter
bedecken den Waldboden wie ein weichen Teppich.
Jeder Schritt läst es leise rascheln,
als würde er seine letzten Geschichten erzählen.
Die Luft ist kühl geworden.
Sie trägt den Duft feuchter Erde,
von Moos und Holz.
Zwischen den Baumkronen fällt das Sonnenlicht
nur noch in schmalen Streifen auf den Waldboden.
Dort glitzerten Tautropfen auf Farmen und Gräsern
wie kleine Kristalle.
Nur selten durchbricht ein Geräusch die Stille.
Ein Specht klopft fern an einen Bumstamm.
Ein Eichelhehr ruft kurz zwischen den Zweigen.
Dann kehrt wieder Ruhe ein,
die man nicht hören sondern nur fühlen kann.
Der Wind streicht behutsam
durch die Kronen der Buchen und Eichen.
Einzelne Blätter lösen sich,
Schweben langsam zur Erde
und finden ihren Platz zwischen den anderen,
die bereits gefallen sind.
Es scheint,
als hätte die Natur jede eile abgelegt.
Wer jetzt durch den Wald wandert bemerkt Dinge
die sonst leicht übersehen werden.
Die Muster der Rinde,
die Farben des Laubes.
die kleinen Pilze am Wegesrand
und das spiel von Licht und Schatten.
Der Herbst läd nicht zum schnellen Vorbeigehen ein.
Er bittet darum stehen zu bleiben und für einen Moment
die Stille zu genießen.
In dieser besonderen Ruhe liegt ein Frieden,
den nur die Natur schenken kann.
Der Wald braucht keine großen Worte.
Sein Rascheln,
sein Duft und seine Farben,
erzählen genug für alle,
die bereit sind zuzu hören.
DS.04.10.2026