Harzlicht ……
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Es war ein Morgen,
wie ihn nur der Harz kennt:
Ein Hauch von Nebel hing zwischen den Fichten,
und die Sonne tastete sich vorsichtig durch die Zweige,
als wollte sie niemanden wecken,
der noch träumt.
Auf einem alten Waldweg entlang des Bodetals
saß ein Mann auf einer Bank.
Er war nicht mehr jung,
aber auch nicht zu alt –
er war einfach einer,
der Geschichten Sammelt.
Neben ihn lag ein kleines Notizbuch,
und jedes Mal,
wenn ein Vogel sang,
schien er ein neues Wort hinein –
zu schreiben.
Ein Wanderer blieb vor ihn stehen.
“ Was schreiben sie da?“
fragte er.
Der Mann lächelte.
Ich schreibe das Licht auf,“
sagte er.
“ Denn wer das Licht aufschreibt,
trägt es weiter.“
Und so begann der Tag –
mit zwei Menschen,
die sich nicht kannten,
aber für einen Moment
diese stille des Harzes teilten.
—–
Im Harz
wo alte Wege ruhen,
beginnt der Tag ganz leise.
als wollte er mit sanfter Hand
die Welt erneuern
und ins rechte Licht rücken.
Ein Vogelruf,
ein Fichtenduft,
ein Atemzug voll klarer Luft,
und plötzlich spürt der Wanderer
die Seele wird weich.
Denn wer den Harz
im Herzen trägt,
der geht nie fort,
wohin es auch geht.
Er nimmt Wald und Berg mit hinaus –
und baut aus Worten
sich ein Haus.
DS.BS.11.05.2026