10 Januar 2026

Ein stiller Dank ……..

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Es gibt Menschen, die treten leise in ein Leben.

Nicht mit großen, nicht mit lauten Worten –

sondern mit einer Freundlichkeit, die man erst

viel später richtig versteht.

Drei solche Menschen haben mich ein Stück

meines Weges begleitet.

Sie waren gebildet, weit über meinem Horizont hinaus,

und doch begegneten sie mir nie von oben herab.

Im Gegenteil: Sie oder Er setzte sich neben mich,

hörten mir zu, und halfen, ohne viel Aufsehen

darum zu machen.

Sie halfen mir bei meinen Texten,

die richtige Form zu geben, als wäre es

das Natürlichste der Welt.

Nicht weil sie mir helfen mussten,

sondern weil sie etwas in meinen Worten sahen,

was in ihnen wichtig war.

Und wenn wir zusammen arbeiteten,

spürte ich, dass sie nicht nur meine Stärke verstanden,

sondern auch was für mich wichtig ist,

und was dahinter lag.

 

Heute sind sie nicht mehr da.

Aber sie fehlen mir nicht als “ Unterstützer, „

sondern als Menschen, die mein Leben reicher gemacht haben.

Man sagt,

manche Freundschaften überdauern die Zeit.

Vieleicht stimmt das.

Denn manche Menschen gehen,

aber sie bleiben mir in stiller Erinnerung,

im Herzen erhalten.

DS.BS. 10.01.2026

 

 

 

9 Januar 2026

“ Zwischen den Zeilen „

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Es hat gedauert, bis ich gelernt habe, offen über Probleme zu sprechen. Zu lange vieleicht.

Fast ein halbes Leben lang habe ich meine Worte abgewogen

wie andere ihre Rationen: Vorsichtig, knapp,

immer mit einem Auge auf das, was man sagen durfte –

und auf das was man besser für sich behielt.

Ich hatte meine eigene Sprache.

Eine der Andeutungen, der kleinen Umwege, der Sätze,

die mehr meinten, als sie sagten.

Ich lernte zwischen den Zeilen zu schreiben,

und manchmal auch dort zu Atmen.

 

Heute muss ich das nicht mehr. und kann das sagen,

was ich denke, ohne den Satz vorher zu prüfen

wie ein Stück Tauwerk.

Aber ich merke: Mit jedem Text, den ich schreibe,

löst sich etwas in mir.

Mit jedem Wort, das ich nicht verstecke, wird es leichter.

Und Manchmal wenn ich gut drauf bin, schreibe ich

einfach geradeaus – sowie ich es früher nie gekonnt hätte.

 

Vieleicht ist dass das schönste am Älterwerden:

Man muss niemanden mehr etwas beweisen.

Man darf  einfach erzählen.

Und wer zuhört. der hört nicht nur die Worte-

sondern auch die Jahre, die darin mitschwingen.

—–

Meine Bekannte

behauptet,

jeder Morgen beginnt mit einem

unsichtbaren Faden.

Zieht man sanft daran, werde der Tag freundlich.

ziehe man zu fest, verheddere er sich.

Heute Morgen hat sie nur kurz gezupft –

und plötzlich roch ihr Flur nach Kaffee

und leise Versprechen.

DS.BS.09.01. 2026