Fremde unter……

 

gedanken von ost nach west

manchmal wünschte ich mir

wir ich und du

wären mehr mensch

gingen ohne zögern

mehr aufeinander zu

wären nicht so

kalt und gefühlos

 

den schmerz der zeit

lassen wir einfach so

an uns abprallen

ist uns gleichgültig geworden

könnten wir doch mehr

optimistischer in die zukunft sehen

kontakte knüpfen

obwohl es uns schwer fällt

 

wir leben mit der angst

der andere nur

will etwas von mir

komm mir bloß

nicht zu nah

über dreisig jahre ein volk

aber nur

zwischen die zeilen gelesen

 

mir scheint

es interessiert keinen mehr

mein ich

was ich habe

was ich bin

steht wieder über

die Menschlichkeit

 

 

 

 


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Veröffentlicht20. Juni 2021 von Dieter Schönefeld in Kategorie "Gesellschaftskritische Lyrik

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