9 Dezember 2025

Ein Elsasser Wintermärchen ………

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Es war ein kleines Dorf im Elsass, eingebettet zwischen den verschneiden Vogesen und den bunten Fachwerkhäusern.

Die Dächer der Häuser waren mit Schnee bedeckt und auf dem

Dorfplatz funkelten Lichter wie Sterne.

In dieser Dezembernacht war der Winter besonders still.

Doch wer genau hinhörte, konnte ein besonderes Summen

vernehmen – es kam aus dem alten Brunnen mitten im Dorf.

Die Kinder, neugierig wie immer folgten dem Klang

und endeckten eine geheimnisvolle Schneefee.

Die Fee erzählte, dass der Winterzauber des Elsass

jedes Jahr neu geboren werde, wenn die Menschen zusammen kommen, Geschichten erzählen und den Schnee mit Freude begrüßten.

Doch dieses Jahr war der Zauber schwach, weil viele nur

die Kälte sahen, und nicht die Schönheit.

Darauf beschlossen, die Kinder das Dorf zu erwecken.

Sie schmückten die Fachwerkhäuser mit Girlanden

und stellten Kerzen, auf den Dorfplatz auf.

Sie backten Kauyehopf und sangen dazu Lieder.

Bald kamen viele andere Bewohner dazu,

und das Summen des Brunnens wurde zu einem

hellen Klang, der letzten den ganzen Ort erfüllte,

Da lächelte die Schneefee und ließ tausende funkelnde

Schneeflocken vom Himmel tanzen.

Jede Flocke trug ein kleines Licht, das die Herzen

der Menschen erwärmte.

Seid jeher sagt man in Elsaas: Wenn die Schneeflocken

im Winter besonders hell glitzern, dann Feiern

die Menschen nicht nur Weihnachten –

sie feiern den Zauber ihrer Heimat.

—–

Die Wärme fließt wie sanfter Strom,

trägt dich in einen Kuscheltraum.

DS.BS

09.12.2025

 

8 Dezember 2025

Das Geheimnis des Räuchermännchens ……….

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In einen kleinen Dorf im Erzgebirge lebte einst

ein Räuchermännchen.

es war aus Holz geschnitzt, trug einen

 grünen Mantel und eine kleine Pfeife.

Tagsüber stand er still auf dem Fensterbrett,

doch wenn die Dämmerung einbrach und

die Kerzen entzündet wurden,

begann er zu Leben.

Aus seiner Pfeife stieg duftender Rauch,

der die Stube mit Wärme und Geborgenheit erfüllte.

Die Kinder des Dorfes glaubten,

das der Rauch seiner Pfeife Geschichten erzählen könne.

Und tatsächlich:

Wer genau hinsah,

erkannte im Nebel kleine Bilder

verschneite Wälder, funkelnde Sterne

und manchmal sogar

den Schlitten des Nikolaus.

Eines Abends,

kurz vor dem Nikolaustag,

war der Rauch besonders geheimnisvoll.

Er formte eine Tür aus Licht.

Die Kinder staunten,

und ehe sie sich versahen,

trat der  Nikolaus hindurch.

Sein roter Mantel glänzte,

und in der Hand hielt er einen goldenen Stab,

„Liebes Räuchermännlein,“

sprach der Nikolaus,

„dein Rauch hat mir den Weg gezeigt.

Heute Nacht will ich den Kindern Freude bringen,

doch allein ist mein Sack zu schwer.

Da nickte das Räuchermännlein und sprang von Fensterbrett.

Gemeinsam zogen sie durch das Dorf;

der Nikolaus mit seinem Sack voll Spielzeug voller Äpfel,

Nüsse und auch Schokolade,

das Räuchermännlein mit seiner Pfeife,

die den Weg erhellte.

Überall,

wo sie hinkamen,

erfüllte sich die Luft mit Duft mit Freuden.

Am nächsten Morgen fanden die Kinder ihre

Stiefel gefüllt und erzählten von einen Traum,

in dem Rauch des  Räuchermannleins und Nikolaus

Hand in Hand durch die Nacht gewandert waren.

Seitdem sagt man im Dorf:

Wenn der Räucherduft besonders schon tanzt,

dann ist der Nikolaus nicht mehr weit.

 

Weihnachtskalender:

Ein kleiner Funken

zart und sacht

wird groß und hell

in tiefster Nacht

DS. BS

08.12.2025