10 November 2025

Kalle Koala, und der verlorene Eukalyptus……

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Hoch oben in den Baumwipfeln

des australischen Buchs lebte Kalle Koala.

Er war ein gemütlicher Geselle mit flauschigen Fell,

einer großen Nase und einer noch größeren Liebe;

seinem Eukalyptusbaum,

den er liebevoll „Grauer Gustav“ nannte.

Jeden Morgen wachte Kalle auf,

reckte sich,

Schnupperte an den frischen Blättern und murmelte;

„Guten Morgen,

Gustav.

Dann knabberte er genüsslich an den zarten Trieben

und döste in der Sonne.

Doch eines Tages war alles anders.

Als Kalle aus seinem Mittagsschlaf erwachte,

bebte der Boden.

Ein lautes Knacken hallte durch den Wald.

Kalle kletterte verschlafen ein Stück tiefer –

und sah mit Entsetzen,

wie sein geliebter Baum gefällt wurde.

Menschen mit Helmen und Maschinen hatten ihn umgestürzt.

Kalle war sprachlos.

Sein Zuhause,

sein Freund,

sein Gustav –

einfach weg.

Er kletterte hinab und trappte durch den Wald.

Wo soll ich jetzt schlafen?“

Was soll ich essen?“

fragte er sich.

Die anderen Tiere boten ihm Hilfe an;

ein Känguru bot ihn Platz im Beutel an

(was Kalle höfflich ablehnte),

ein Kakadu wollte ihm ein Nest bauen

( aber Kalle mochte keine Höhenflüge )

Schließlich traf er auf eine alte Koaladame namens Mathilde.

Sie lebte in einen abgelegenen Teil des Waldes,

wo die Bäume noch unberührt waren.

Komm mit mir,“

sagte sie.

“ Ich zeig dir einen Ort,

an den die Eukalyptusbäume noch singen.“

Kalle folgte ihr –

und tatsächlich;

Nach einem langen Marsch erreichten sie ein Tal

voller silbergrüner Bäume.

Die Blätter raschelten im Wind

wie ein leises Lied.

Kalle kletterte in einen der Bäume,

schnupperte – und lächelte.

“ Du bist nicht Gustav“,

flüsterte er.

Aber du bist ein guter Anfang.“

Seiden lebt Kalle in diesem Tal.

Und manchmal wenn der Wind durch die Blätter streicht,

glaubt er,

ein leises “ Guten Morgen ,“

Kalle zu hören.

DS.BS

10.11.2025

 

 

 

 

 

 

 

6 November 2025

Wie meine Brockenhexe zu mir fand……..

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Ich hatte die Jahre immer einen Traum,

meine eigene Hexe.

Nicht irgendeine – sondern eine,

die nur mir gehört.

Meine, Verbindung zum Harz,

die meine Fantasie und meine Geschichte verkörpert.

von 1984 bis 2022 wohnte ich im Harz,

umgeben von Bergen, Mythen und den Brocken.

Und wie es der Zufall wollte,

begegnete ich einem Menschen,

der diesen Traum in mir,

zur Wirklichkeit werden ließ.

Ich lernte einen armen Laienmaler kennen.

Er verdiente sich ein wenig Geld mit Portraitfotomalerei.

Ich hatte zwar auch nur wenig Geld,

doch wir fanden eine Art des Austausches;

Ich besorgte ihnen Lebensmittel,

und er malte mir in Gegenzug,

meine Hexe.

So entstand meine Brockenhexe – einzig – artig,

geheimnisvoll,

ganz mein eigenes Logo.

Seite 18 Jahren,

begleitet mich meine Hexe.

Ich habe Postkarten mit Hexe,

Tassen, Abziehbilder, und Pullover mit Hexe.

Was mir geblieben ist, sind die Kosten;

Aber meine Hexe, lebt weiter.

In mir und um mir.

DS.BS

06.11,2025