15 März 2026

Stiller Aufbruch der Generationen…….

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Die siebziger Jahre war eine Zeit,

in der vieles einfacher war –

und manches auch strenger.

Da zu dieser Zeit

in vielen Haushalten

die Duschen nicht zum Alltag gehörten.

Benutzte man das Spülbecken in der Küche

an denen man sich für den Tag zurechtmachte.

Für meine Freundin und für mich

war das nichts besonderes.

Wir waren jung,

und verliebt.

die Welt um uns herum neugieriger.

An einen frühen Abend

standen wir beide gemeinsam am Waschbecken.

Das Wasser plätscherte,

wir beide lachten etwas zu laut.

Und halfen uns gegenseitig –

beim Waschen unserer Körperteile

es war für uns selbstverständlich,

wir dachten auch nicht darüber nach,

ob sich das gehörte.“

wir taten es einfach.

Da öffnete sich plötzlich die Küchentür.

Und meine zukünftige Schwiegermutter stand im Rahmen,

überrascht,

vieleicht sogar ein wenig erschrocken.

Für einen Moment prallten zwei Welten aufeinander:

ihre von Zurückhaltung und festen Regeln –

und unsere Eistellung dazu,

die sich erst entfaltete,

frei und unbefangen.

Es gab, zwar kein Aufschrei der Schwiegermutter-

nur diesen Blick,

der sagte:

So etwas kannte sie nicht.

Ihre Tochter mit Freund,

nackt in ihrer Küche.

Später klopfte sie aus Sicherheit an die Tür.

Es war kein Drama,

ja –  aber eines das sich von selbst auflöste.

Und am Ende blieb etwas,

das größer war als der Augenblick.

Die Erkenntnis,

das Liebe manchmal mutiger ist

als jede Tradition –

und dass selbst die ältere Generation

sich von ihr berühren lassen können.

DS.BS.15.03.2026

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

14 März 2026

Buchmesse Leipzig 19.03.2026

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Drinnen glänzen die Stände,

draußen stehe ich.

Nicht weil ich nichts zu sagen hätte,

sondern weil eine Jury entscheidet,

wer lesen darf  und wer nicht.

 

Ich lächele nur.

Denn meine Jury

sitzt nicht hinter Tischen

und verteilt Zusagen.

Meine Leserinnen und Leser

Sie lesen.

Sie fühlen.

Sie bleiben.

Und während drinnen Kritiker ihre Krise ziehen,

weiß ich eins:

Worte,

die aus echten Leben kommen,

brauchen keine Kritiker.

Sie finden ihren Weg von selbst.

DS.BS.14.03.2026