1 Februar 2026

Ballade vom wandernden Licht …..

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Im Norden, wo die Winde steh’n,

zieht leise die Zeit durch weiße Land.

Die Berge schweigen, uralt schön, halten

die Nacht in ihrer Hand.

Ein Mann geht still durch Longyearbyen,

wo sein Atem ein flüchtiges Bild malt.

Die Kälte fragt,

ob er besteht,

doch in ihm brennt ein Feuer.

Die Polarnacht legt sich wie Seite,

ein dunkles Blau,was niemand kennt.

        Und über ihm, auf stiller Weide, tanzt Nordlicht

wie ein Firmament.

Ein Fuchs huscht durch die Schattenräume,

ein Rentierhebt den Kopf und ruht.

Die Arktis lebt in alten Träumen,

in Einsamkeit und wilder Glut.

Und wer dort geht,

bei Frost und stille,

der spürt,

wie groß die Welt doch ist.

Wie klein die Sorgen,

laut der Wille,

wenn man dem Wind begegnet,

kühl geküsst.

So wandert er, ein Gast der Weite,

ein Freund der Nacht,

des Lichtes,

der Zeit.

Und trägt im Herzen stets die Stille

von Spitzbergens – Unendlichkeit.

DS.BS.01.02.2026

 

 

 


Dieter Schönefeld Copyright 2022. All rights reserved.

Verfasst 1. Februar 2026 von Dieter-S in category "Natur

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