Ein Abend zu zweit…….
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Manchmal braucht ein Abend nur zwei Menschen,
die nicht’s mehr zu tun haben als füreinander da zu sein.
Kein Programm, kein glänzender Moment, nur das stille
Einverständnis, das Nähe zueinander reicht.
Vieleicht steht noch eine Tasse Tee da, halbvoll, und der
Tag hängt wie ein Mantel über die Stuhllehne.
Wir lassen ihn einfach hängen.
Er hat genug getragen.
Der Raum wird ruhiger, so wie wir.
Man hört das leichte Knarren der alten Möbel, als würden
sie sich mit uns entspannen.
Und irgendwo im Hintergrund zieht die Müdigkeit ihre Kreise.
Wir reden ein bisschen aber nicht, um etwas zu klären,
sondern um den Abend ein wenig zu streicheln.
Ein Satz hier ein, ein Lächeln dort, ein Atemzug,
der sich an den anderen lehnt.
Und wenn wir beide schweigen, dann ist es kein Loch,
sondern ein Kissen.
Eines, in das man sinken darf, ohne zu fallen.
Vieleicht rückt eine Hand näher,
vieleicht bleibt sie, wo sie ist.
Beides ist gut.
Denn der Abend verlangt nichts,
er schenkt nur Ruhe, wenn man sie annimmt.
Und irgendwann wenn die Nacht ihre sanfte Decke ausbreitet,
merken wir, dass wir angekommen sind –
nicht irgendwo, sondern im Dazwischen, wo zwei
Herzen sich lieben und einfach sein dürfen.
DS.BS. 24.01.2026