14 Dezember 2025

Dritter Advent …….

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Drei Kerzen brennen

leise wächst die Winterruh

Hoffnung wird größer

Ein Duft von Blättchen

zieht durch die Wohnung

Herzen werden weich

—–

Der dritte Advent ist gekommen,

und draußen liegt ein feiner Hauch

von leichten Frost auf die Straßen.

In einen kleinen Haus am Rand der Stadt

saß eine ältere Frau namens Marga am Fenster.

Und beobachtete wie sich die Finken um das Futter stritten

Sie liebte die Zeit vor Weihnachten:

nicht wegen der zu erwarteten Geschenke,

ihrer Kinder – sondern wegen der Stille,

die sich wie ein weiches Tuch über die Stadt legte.

Sie zündete die dritte Kerze an.

Das Licht flackerte kurz auf, dann stand es ruhig,

als hätte es auf diesen Moment  gewartet.

„Drei Lichter“, murmelte sie,“ und jedes bringt etwas mit.“

Das erste Licht brachte Frieden.

Das zweite brachte Wärme.

Und das dritte – das wusste sie – brachte Erinnerung.

Sie dachte an Menschen, die ihr begegnet waren

an die Dialyseschwester aus Japan,

die mit ihrer ruhigen Art, ihre Arbeit macht.

Während die Kerzen branden, fühlte sie, wie all

die Erinnerungen nicht schwer, sondern leicht wurden.

Als würde sie sagen:

Du bist nicht allein.

Wir sind bei dir, in jedem Licht.

Draußen zeigte sich die Sonne, die die Stadt

etwas heller machte.

Und Marga lächelte, denn sie wusste:

der Adventist ist nicht nur ein warten auf Heiligabend –

er ist ein sanftes versprechen.

DS. BS

14.12. 2024

 

13 Dezember 2025

Meine Liebesgeschichte ………

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Der Blick im Cafe

 

Sie saß am Fenster eines kleinen Cafe’s , die Hände

um eine warme Tasse Tee.

Draußen fiel leiser Schnee, und jeder Flockentanz

spiegelte sich in ihren Augen.

Er trat ein, schüttelte den Winter von seiner Jacke

und sah sie – nur einen Moment, aber lang genug,

dass etwas ihn still wurde.

Er setzte sich nicht sofort zu ihr.

Erst beim zweiten Kaffee faste er Mut und fragte,

ob der Platz neben ihr frei sei.

Sie lächelte. “ Ich habe gewartet, das du fragst.

Später gingen sie nebeneinander her,

ohne Eile, ohne Ziel.

Der Weg an Fluss war still, nur ein Knirschen

des Schnees begleitete sie beide.

Er wollte ihre Hand nehmen, traute sich aber nicht.

Sie spürte es und legte ihre Hand einfach in die seine.

“ Du frierst“, sagte sie.

“ Nur ein bisschen,“

“ Jetzt nicht mehr.“

Es war ein  kleiner Moment, fast unscheinbar.

Doch für beide fühlte es sich an, als hätte die Welt

kurz den Atem angehalten.

 

DS.BS

13.12. 2025